Zukunftsprozeß Schwarzwaldverein 2030



GUTE GRÜNDE FÜR DEN ZUKUNFTSPROZESS DES SCHWARZWALDVEREINS

Die Welt im Wandel
Technologie, Gesellschaft und Ökonomie verändern sich so rasch wie selten zuvor. Ziel unseres Zukunftsprozesses ist es, den Verein bewusst und gezielt weiter zu entwickeln. Wir wollen nicht jedem Trend hinterher laufen, aber Veränderungen und Anpassungen sind notwendig. Denn wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Der Schwarzwaldverein wird gebraucht
Seit 1864 hat sich der Schwarzwaldverein zu einem festen Bestandteil im Wandertourismus, in der Wegearbeit, im Natur- und Landschaftsschutz, in der Brauchtums- und Heimatpflege entwickelt. Besonders mit der Einrichtung des einheitlichen Wegesystems hat der Verein Beachtliches für die Wanderinfrastruktur geleistet und Verantwortung für das Gemeinwohl übernommen. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, bedarf es einer hohen Präsenz des Schwarzwaldvereins in der Fläche. Kompetente und engagierte ehrenamtliche Mitglieder füllen diese professionelle Struktur. Dies soll durch den Prozess Schwarzwaldverein 2030 sichergestellt werden.

Ressourcen und Leistung in Einklang bringen
Durch sinkende Mitgliederzahlen einerseits und gestiegene Ansprüche an die hauptamtliche Zuarbeit andererseits geht die Schere im Hauptverein immer weiter auseinander. Der Schwarzwaldverein 2030 muss in der Lage sein, diese zur Zeit gegenläufigen Entwicklungen in Einklang zu bringen. Darüber muss beim Zukunftsprozess gesprochen werden.

Zeitgemäße Kommunikation organisieren
Die Bedeutung der Kommunikation wächst, sie muss intelligent und flexibel organisiert werden. Es muss ein Weg gefunden werden, wie elektronische Medien und soziale Netzwerke auf eine zum Teil noch „analog“ kommunizierende Mitarbeiterschaft abgestimmt wird, wie der Hauptverein mit seinen Ehrenamtlichen kommuniziert, ohne diese zu überlasten.

Das Image entwickeln
Die Veränderungen, die der Prozess „Schwarzwaldverein 2030“ mit sich bringen wird, bieten auch die Chance, das vorherrschende Image vom Club der Seniorenwanderer stärker in Richtung: „Wanderverein für die ganze Familie/alle“ zu entwickeln. Im Verein und in der Öffentlichkeit muss erkennbar werden, dass der Schwarzwaldverein Angebote für alle Altersgruppen bereit hält und ein Ort ist, an dem sich die Generationen treffen können, um gemeinsam aktiv zu sein.

Die Themen modern interpretieren
Der Zukunftsprozess bietet die Chance, über Themen neu nachzudenken, diese neu zu sortieren und Prioritäten zu setzen: Begriffe wie „Heimatpflege“ und „Naturschutz“ beispielweise gilt es heute in einem modernen Kontext zu interpretieren, um einen wichtigen Beitrag für ein gelingendes friedliches Zusammenleben, nachhaltiges Wirtschaften und eine aktive Freizeitgestaltung im Gemeinwesen zu leisten.

Das Netz an schwachen Punkten stärken
Im Netz der Ortsgruppen gibt es unterschiedlich starke Knoten und verschieden weite Maschen. Der Schwarzwaldverein 2030 braucht eine Struktur, die weniger leistungsstarken Vereinen unter die Arme greift, eine Vernetzung der Starken und Schwachen ermöglicht und ein professionelles Angebot, das in der Lage ist, bei Bedarf Unterstützung zu leisten und Ausfälle zu kompensieren. Ideen dazu soll der Zukunftsprozess liefern.

Führung im Verein sichern
In Zeiten, in denen der Einstieg in das Berufsleben immer später erfolgt, die Familienphase später stattfindet, Eltern häufiger beide berufstätig sind, berufliche Mobilität vorausgesetzt wird, fehlt vielen Menschen Muße, Zeit und Bereitschaft für ein qualifiziertes und langfristig ausgeübtes Ehrenamt. Das macht sich auf allen Ebenen des Vereins, von Ortsgruppe über Bezirke bis zum Hauptverein bemerkbar.
Im Prozess „Schwarzwaldverein 2030“ muss über Ideen geredet werden, wie Leitung im Verein begleitet, qualifiziert und sichergestellt werden kann.

Junge Mitglieder ansprechen, für neue Ehrenamtliche interessant werden
Menschen haben heute einen anderen Zugang zu Vereinen und Ehrenämtern als in früheren Generationen. Die Zugehörigkeit zu einem Verein ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Auch in der Freizeitgestaltung ändern sich Ansprüche und Gewohnheiten. Der Schwarzwaldverein muss sein Image und seine Strukturen auf eine neue Generation von Ehrenamtlichen und Mitgliedern vorbereiten, um  für die wichtige Zielgruppe „U50“ interessant zu werden. Die nötigen Veränderungen soll der Zukunftsprozess einleiten.

Identifikation durch Beteiligung
Der Zukunftsprozess „Schwarzwaldverein 2030“ ist ganz bewusst auf breite Beteiligung angelegt. Jedes Mitglied und jeder Funktionsträger hat die Chance, mitzureden. Deshalb kann sich jeder, der beim Zukunftsprozess mitgemacht hat, stärker mit dem Verein identifizieren.

GEGENARGUMENTE?
„Was das alles kostet!“
Die Vereinsleitung hat sich bewusst dafür entschieden, den Zukunftsprozess einzuleiten und dabei nicht am falschen Ende zu sparen. Nichts zu tun oder nur halbherzig, wird am Ende teurer! Für die externe Beratung, die Organisationskosten, die Regionalkonferenzen und Medien ist ein Betrag von 30.000 EUR im Haushalt des Schwarzwaldvereins veranschlagt.

„In unserer Ortsgruppe läuft es doch gut – wir brauchen keinen Zukunftsprozess!“
Schön, dass in dieser Ortsgruppe alles zum Besten steht! Doch der Schwarzwaldverein funktioniert nur als großes Netz und gemeinsame Idee vieler. Wenn die Lücken im Netz immer größer werden, sinkt die gesellschaftliche Bedeutung und die öffentliche Anerkennung. Jede Ortsgruppe lebt auch von der Reputation, die der Schwarzwaldverein auf überlokaler Ebene erwirtschaftet hat. Und: Auch eine starke Ortsgruppe kann unter ungünstigen Umständen in wenigen Jahren zum „Pflegefall“ werden und auf eine solidarische Struktur angewiesen sein.

„In unserer Ortsgruppe sind nur noch Alte – was kümmert uns ein Zukunftsprozess!?“
Die Errungenschaften des Schwarzwaldvereins und seine öffentliche Reputation sind in über 150 Jahren hart erarbeitet. Dieses Erbe darf nicht leichtfertig verspielt werden. Jedes ältere Mitglied steht in der Verantwortung, günstige Bedingungen für eine neue Generation von Mitgliedern und Funktionsträgern zu bereiten.

Weitere Informationen beim Hauptverein
Link zum Hauptverein