Bezirks-Frühjahrstagung

Schwarzwaldvereine tagten in Welschensteinach / 97 Neumitglieder im Bezirk Kinzigtal / Allein für die Wege rund 3000 Stunden ehrenamtlich im Einsatz

Mittleres Kinzigtal/Welschensteinach (hgh).

97 Neumitglieder im Bezirk Kinzigtal konnte der stellvertretende Vorsitzende, Hans-Dieter Schäfer aus Oberwolfach, bei der Frühjahrstagung in Welschensteinach vermerken. Er wertete dies als Zeichen dafür, dass die Aktivitäten der einzelnen Ortsvereine immer wieder aufs Neue zum Mitmachen animieren.
Alljährlich versammeln sich die Vereinsvorsitzenden der elf Ortsvereine von Biberach bis Gutach und BR-Schapbach zu einer Versammlung im Frühjahr, um einerseits auf das abgelaufene Jahr zurück zu blicken und zugleich die Weichen für das neue Jahr zu stellen und wichtige Termine abzustimmen. Seitens der Gastgeber wurde sowohl die politische Gemeinde wie auch der örtliche Wanderverein vorgestellt. Ortsvorsteher Erich Maier hatte als Hauptthema für die einführende Präsentation von Welschensteinach und seiner Struktur die mit den Zielen des Schwarzwaldvereins verbindende Thematik der Offenhaltung der Landschaft gewählt. Meisterhaft und sehr feinfühlend illustriert wurde das Thema anschließend in zwei kurzen Videofilmen von Erwin Rastetter. Miteingeschlossen wurde die Vorstellung der Unternehmungen des einheimischen Schwarzwaldvereins mit der Teilnahme vieler Kinder und ganzer Familien, was auch den Vorsitzenden Xaver Roggenstein mit Stolz auf seine Mitstreiter erfüllte.
Für die verhinderte Bezirksvorsitzende, Gaby Schäfer, erstattete Hans-Dieter Schäfer den ausführlichen Jahresbericht. Die Teilnahme an vielen Besprechungen, Versammlungen und Seminaren war notwendig, um den stetigen lebendigen Austausch zwischen dem Hauptverein mit Sitz in Freiburg und den Ortsvereinen zu gewährleisten. Erläutert wurde die ausführliche Statistik, die den Einblick in die Aktivitäten eines jeden Vereins sehr genau dokumentiert. Als Fachmann hat sich hier auch Vizepräsident Werner Hillmann aus Gutach eingeklinkt. Er ist zugleich innerhalb des Bezirks als Wegewart vorbildlich in die Arbeit an der Basis mit eingebunden. So weiß er genau, um was es geht, wenn in höheren Chargen beispielsweise von Wegmarkierungen oder dem Neuanlegen und Beschildern der Wanderpfade die Rede ist. So seien von den Verantwortlichen allein des Bezirks im vergangenen Jahr insgesamt 839 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit eingebracht worden. Dabei hat das Befassen mit der Problematik der Wegeverlegung durch die Windkraftanlagen viel Zeit in Anspruch genommen. Bekanntlich ist der Bereich auf den Höhenzug zwischen Oberwolfach und Hausach besonders betroffen. Mit Blick auf die Arbeit in den einzelnen Ortsgruppen stehen zusätzlich noch 2025 Stunden Ehrenamtsdienst zu Buche! Darüber hinaus gilt es die Arbeit der Naturschutzwarte und Heimatpfleger sowie der anderen Aktivitäten wie das Organisieren und Führen von Wanderungen mit unzähligen Ehrenamtsstunden zu bedenken! Der Schwarzwaldverein also eine Organisation, in der unabschätzbare ehrenamtliche Arbeit meist ohne großes Aufsehen in Öffentlichkeit geleistet wird!
Zu Wort kamen auch die weiteren Fachwarte des Bezirks, um aus ihren Ressorts zu berichten:  Gerhard Blum aus Gutach für den Naturschutz, Hans-Gottfried Haas aus Oberwolfach für die Heimatpflege und Ingeborg Bruder für das Wandern. Sie informierte zugleich über die neue Vereinsführung in Nordrach durch Karl Öhler.
Themen bei der Aussprache waren u. a. weitere Naturschutzprojekte, Landschaftspflegetage, die Windkraftproblematik, das Einrichten und Beschildern von Sagenwegen und die Fortführung der Kasse im Bezirk unter der Ägide des Hauptvereins in Freiburg, wozu auch Kassenprüfer Albert Schrempp aus Oberwolfach ausführlich Stellung nahm.

Foto: Am Präsidiumstisch bei der Frühjahrstagung der Schwarzwaldvereine im Bezirk Kinzigtal mit von links nach rechts: Werner Hillmann, Hans-Dieter Schäfer, Werner Blum und Ingeborg Bruder