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Nachbericht zur Exkursion 2016

Der Schwarzwaldverein Bezirk Kinzigtal beteiligte sich am Naturschutzprogramm mit einer Exkursion am Moosenmättle. Obwohl die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt war, nahmen wegen dem großen Interesse 28 Personen teil.

Die Initiatoren Werner Hillmann (Vizepräsident) und Gerhard Blum (Naturschutzwart) wählten das Moosenmättle aus, weil der Schwarzwaldverein hier ein Grundstück mit wertvollen Biotopen besitzt. Peter Lutz (Naturschutzwart vom Hauptverein) war von der Idee sofort begeistert und erklärte mit viel Wissen die Gräser, Pflanzen und die Biotoparten wie Magerwiese, blumige Bergwiese, quelliges Niedermoos, Besenginsterweide und Quelle. So erfährt man z.B., dass die Besenginsterweiden nur im mittleren Schwarzwald anzutreffen sind, weil erst durch das Rüttebrennen mit der Hitze die Samenkapseln aufspringen und sich so vermehren. Wo das Feuer fehlt und das Rüttebrennen nicht durchgeführt wurde, hat sich der Besenginster nicht so verbreitet.

Werner Hillmann war für Wanderung zuständig und führte von Biotop zu Biotop. Die Flächen abseits der Biotope müssen gepflegt und freigehalten werden, dies übernimmt die junge Landwirtsfamilie vom Gründlebauernhof.

Frau Schmidt empfing die Teilnehmer der Exkursion vor dem Hof, den sie erst vor zwei Jahren übernommen und auf Biobetrieb umgestellt haben. Es war hoch interessant, den Ausführungen der jungen Biobäuerin zuzuhören und zu erfahren, warum Sie ausgerechnet diese Kuhrasse ausgewählt haben, nur bestimmte Getreidesorten angebaut werden und dass die Schafe zur Landschaftspflege eingesetzt werden. Besonders stolz ist sie auf ihre Errungenschaften zur Bemessung der Größe der Weidefläche, so dass diese in einem optimalen nachhaltigen Zustand bleibt. In Abhängigkeit von Tageslänge, Feuchtigkeit und Temperatur wird die Weidefläche jeweils abgesteckt.

Auf dem Hof angekommen gesellten sich ihr Mann und die beiden Kinder dazu, und bei einem leckeren Vesper mit vielen Produkten des Hofes genossen die Teilnehmer auf der neu eingerichteten Sitzgruppe die Speisen. Zum Abschluss der Wanderung deckten sich viele noch mit Produkten des Hauses ein, denn mittlerweile gibt es hier einen Hofladen und bald auch einen Verkaufskiosk. Und so endete die hochinteressante Exkursion, und alle waren auch froh, dass an diesem Nachmittag der Regenschirm nicht benötigt wurde.