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Tagung der Fachwarte für Naturschutz und Heimatpflege

Die Tagung der Fachwarte für Naturschutz und Heimatpflege Bezirk Kinzigtal des Schwarzwaldvereins führte in diesem Jahr in den neu gegründeten Nationalpark.

 

Vom Bahnhof in Wolfach fuhren die Teilnehmer in Fahrgemeinschaften auf den Ruhestein.

Am Naturschutzzentrum auf dem Ruhestein wurde die Gruppe von einem Ranger des Nationalparks empfangen, der die Führung bei der Exkursion übernahm.

 

Die erste Wegstrecke führte in Richtung Wilder See, wo schon seit über 100 Jahren ein Bannwald existiert.

Der Führer berichtete von Kreuzottern und deren Lebensweise, die auf den Grinden noch recht zahlreich vorkommen. Die baumlosen Flächen der Grinden sind durch eine alte Bewirtschaftungsform, die Beweidung entstanden.

Über die Lebensweise  des Auerhuhns und  Ansprüche an den Lebensraum erfahren die Teilnehmer interessante Dinge. Im Sommer sind die Heidelbeeren eine wichtige Nahrungsquelle, während im Winter die karge Kost von Kiefernnadeln auf dem Speiseplan steht.

Der Abstieg zum Wilden See führte über einen steilen Pfad durch einen struktureichen Bannwald mit viel Totholz und einer üppigen Naturverjüngung aus Fichte, Tanne und Laubgehölzen.Am Wilden See wurde gevespert, die schöne Landschaft bewundert und die Stille genossen.

Im Bannwald stehen viele abgestorbene Bäume, die Lebensraum für viele Tierarten wie den Specht bieten. Das liegende Totholz wird von Pilzen und Käfern in einem  komplexen Prozess zersetzt. Aus dem Totholz entsteht nach der Zersetzung wieder neues Leben.

Ein weiteres Thema war der Borkenkäfer. In einer Pufferzone um den Nationalpark werden die mit dem Borkenkäfer befallenen Bäume entfernt um den angrenzenden Wirtschaftswald zu schützen. Nasses kühles Wetter ist der beste Schutz gegen den Borkenkäfer.

Auf der Darmstädter Hütte wurde eine Rast eingelegt und über weitere Themen zum Nationalpark gesprochen, wie das für dieses Jahr geplante Wegekonzept.Der Dank galt dem Ranger vom Nationalpark für die interessante und informative Führung.

Auch H. Rebbe vom Freundeskreis Nationalpark, der die Führung organisiert hatte,wurde gedankt.

Gerhard Blum und Hans G. Haas